Am Donnerstag, dem 19. November, hatten wir in die Lounge “Das Büro” (Theodor-Heuss-Str. 16) zu einem Themenabend eingeladen, der auf gute Resonanz stieß.
| Wir beschäftigten uns mit spannenden Fragen: - Welche Rolle können ethische Vorgaben im Bankgeschäft, v.a. bei Investitionen, spielen? - Wie kann man mit wenig Geld und viel Engagement in den Entwicklungsländern nachhaltige Hilfe leisten? |
Wir hatten zu jedem Thema einen kompetenten Referenten gewonnen, Wilfried Münch, Leiter der GLS Bank in Stuttgart und Christoph Hoelzel vom Team der Südwerk Stiftung, die in Kurzreferaten wichtige Impulse für die nachfolgende Diskussion gaben.
Wilfried Münch hob hervor, dass die GLS Bank die Anlage von Geldern als aktive Mitgestaltung der Gesellschaft sieht und dabei folgenden Prinzipien folgt:
- Transparenz bei der Kreditvergabe und der Geldanlage
- Verwendung der Mittel für soziale und ökologische Zwecke
- gute, wettbewerbsfähige Renditen
Die nachfolgende Grafik gibt einen guten Überblick über die Bereiche, in denen die GLS Bank investiert. 
Der Erfolg der GLS Bank zeigt, dass eine werteorientierte Geldanlage, bei der soziale, ökologische und ökonomische Kriterien berücksichtigt werden, durchaus machbar ist.
Christoph Hoelzel von der Südwerk-Stiftung zeigte an konkreten Beispielen – der Grameen-Bank in Bangladesh und dem Ausbau einer Gesundheitsstation in La Y im Urwald von Ecuador, dass auch kleine Geldbeträge helfen können, die Not entscheidend zu lindern. Das Geld, das von den engagierten Helfer(inne)n in Deutschland gesammelt wird, geht ungekürzt an lokale Hilfsprojekte in den Entwicklungsländern, deren Mitarbeiter(innen) die Bedürfnisse vor Ort ganz genau kennen und wissen, wo man ansetzen muss, um die Situation nachhaltig zu verbesseren. Die Vertreter der Stiftung halten einen engen Kontakt zu den Projektmitarbeiter(inne)n und arbeiten zum Teil selbst mit, so dass sie genau über die Verwendung der eingesetzten Mittel Bescheid wissen.
Im Anschluss an die Vorträge und in den Pausen entwickelten sich angeregte Diskussionen mit den Referenten und unter den Teilnehmer(inne)n, die zeigten, dass die Themen auf starkes Interesse gestoßen sind. Im ganzen also ein gelungener Abend, der viele Denkanstöße gab.



