Chemie der Erinnerung
Der Innere Stuttgarter Nordbahnhof ist ein Ort des Gedenkens. In den Jahren 1941 bis 1945 wurden von hier aus mehr als 2.500 vorwiegend jüdische Menschen in Waggons gedrängt und deportiert. Nur wenige von ihnen überlebten Auschwitz und Buchenwald.
In unmittelbarer Nähe der offiziellen Gedenkstätte “Zeichen der Erinnerung” existiert eine Freiluft-Ausstellung des Stuttgarter Fotografen Lutz Schelhorn, die “Chemie der Erinnerung”. Anderthalb Jahre lang fotografierte er die Gleisanlagen am Inneren Nordbahnhof. Über 1000 Fotos sind so entstanden. Einige bildeten das Fundament der Ausstellung. Als Dias wurden sie in der Erde vergraben, von der Erde am Nordbahnhof gezeichnet, wieder ausgegraben, re-digitalisiert.
Am Samstag, 26. Sepember 2009, wurde die Freiluftausstellung wieder in einen begehbaren Zustand gebracht. Stuttgart Connection e.V., ein gemeinnütziges und unabhängiges Bürgernetzwerk für Ehrenamt, hat die Restaurierung zu einem Tag der Erinnerung, aber auch zu einem Tag der Begegnungen gemacht. Jugendliche der Rosensteinschule haben nicht nur mit angepackt und beispielsweise beim Roden von Wildwuchs und Anlegen von Wegen geholfen. Sie haben auch die Chance erhalten, sich das Geschehene vor Augen führen zu lassen, darüber ins Gespräch zu kommen und das Erlebte zu dokumentieren. Dabei ist ein Dokumentationsvideo entstanden:
Im Vorfeld der Aktion haben wir den Fotografen Lutz Schelhorn, den Initiator der “Chemie der Erinnerung”, getroffen und ihn gefragt, was zu tun ist – mehr dazu im Video.
Kontakt: Tom Eich (E-Mail).
Wir danken den beteiligten Partnern und Sponsoren:
hagebaucentrum bolay, Rutesheim
Lutz Schelhorn Photography
Rosensteinschule Stuttgart Nord
Rüdiger Jakob Garten- und Landschaftsbau
JKS Karle Entsorgung und Recycling GmbH
Gartenbauamt der Stadt Stuttgart







